Bunt und vielfältig

Der Quartiersrat trat erstmals in neuer Besetzung zusammen und hat viele Ideen für zwei neue Projekte gesammelt.

Foto: Jens Sethmann

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Der Donaukiez hat einen neuen Quartiersrat. Die acht Sitze der Bewohnerschaft wurden turnusgemäß nach zwei Jahren neu vergeben. 14 Engagierte aus dem Kiez haben sich beworben. Darunter waren neun Anwohnende, die bisher schon im Quartiersrat aktiv warten, und fünf „Neue“, die einen frischen Blick auf das Quartier mitbringen. Zwei Mitglieder des alten Quartiersrats sind aus dem Kiezgremium ausgeschieden.

Aus den 14 Bewerbungen wurden per Losverfahren acht reguläre und sechs stellvertretende Mitglieder ausgewählt. Die stellvertretenden Mitglieder werden auch immer zu den Quartiersratssitzungen eingeladen und stimmen mit ab, wenn die regulären Mitglieder nicht vollzählig anwesend sind. In der Praxis gibt es also kaum einen Unterschied.

Neben den Anwohnenden sitzen u. a. auch noch Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Kitas, Jugend- und Gemeinweseneinrichtungen im Quartiersrat. Neu dabei ist die „ZIK – zuhause im Kiez“, die in der Reuterstraße eine betreute Wohneinrichtung betreibt. „Der neue Quartiersrat ist sehr bunt und vielfältig“, sagt Quartiersmanagerin Hayal Düz. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.“

„Ohne Sie läuft es nicht“

Auf der konstituierenden Sitzung des Quartiersrats am 30. November hat Robert Spletzer, Gebietsbetreuer bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, den neuen und alten Quartiersratsmitgliedern noch einmal das Programm Sozialer Zusammenhalt vorgestellt. Das zu einem Drittel vom Bund und zu zwei Dritteln vom Land Berlin finanzierte Förderprogramm ist die Grundlage für das Quartiersmanagement.

Oberstes Ziel ist die Stärkung benachteiligter Stadtviertel. Die Quartiersräte sind dabei die Experten vor Ort, die die Anliegen aus dem Kiez in die Arbeit des Quartiersmanagements einbringen. „Sie sind das Herz des Programms“, sagte Robert Spletzer zu den Quartiersratsmitgliedern. „Denn ohne Sie läuft es nicht.“

Projektvorschläge: Gewaltvorbeugung und Umweltbildung

Der neue Quartiersrat stieg auch gleich in die Arbeit ein. Es wurden Ideen für zwei neue Projekte zusammengetragen. Im Jahr 2024 bekommt der Donaukiez Programmgelder, mit denen neue Projekte angeschoben werden können. Die drei Quartiersmanagerinnen haben aus den Projektwerkstätten, in der der Quartiersrat vor einem Jahr intensiv darüber diskutiert hat, was der Kiez braucht, zwei Themen aufgegriffen, die zunächst nicht weiterverfolgt worden sind: Gewaltprävention und Umweltbildung.

Der Quartiersrat war einhellig der Meinung, dass man für beide Probleme jeweils ein Projekt starten sollte. In zwei Arbeitsgruppen sammelten die Rätinnen und Räte viele Anregungen, wen man auf welcher Weise mit den Projekten erreichen könnte. Quartiersmanagerin Ngoc Dinh-Le bedankte sich für die zahlreichen Vorschläge: „Wir werden das mitnehmen und daraus zwei Projektideen entwickeln.“ Über diese wird dann der Quartiersrat in seiner nächsten Sitzung am 25. Januar 2024 diskutieren.

„Grüner Donaukiez“ wirkt weiter

Offiziell verabschiedet wurde das Projekt „Grüner Donaukiez“, das zum Ende des Jahres ausläuft und nicht erneut verlängert werden kann. Ab 2017 fanden verschiedenste Begrünungsaktionen statt, nicht zuletzt entstand in diesem Projekt der Kiezgarten. „Das Coole ist, dass wir mit Ihnen zusammen den Kiezgarten entwickelt haben und er jetzt funktioniert“, bedankte sich Till Rosemann vom Träger Life e.V. beim Quartiersrat. „Und ich freue mich sehr, dass er vorerst weiter besteht.“

Webredaktion